Hier mal ein erstes Lebenszeichen aus Frankreich von mir.
Ich bin bis jetzt noch nicht zum schreiben gekommen,
ausserdem musste ich erstmal an die franzoesische tastatur gewoehnen,
da mein pc nicht ins wlannetz kommt.
Das ist auch auch der Grund dafuer, dass es hier vorerst keine Bilder zu sehen geben wird.
nach einigen anfangsschwierigkeiten habe ich mich jetzt recht gut eingelebt.
der erste tag in der schule am freitag war zunaechst sehr...anders.
die klassen sind wesentlich groesser in der 1ES2, also meiner jetztigen klasse, sind wir 36, davon sechs jungs. naja, die klassen und die sitznachbarn sind sowieso nicht sonderlich relevant, waehrend des unterrichts herrscht naemlich stille von seiten der schueler. das war fuer mich erstmal sehr ungewohnt, ein ziemlicher unterschied zum chaotischen unterricht in deutschland. ein weiterer unterschied sind die unterrichtsmethoden. in frankreich besteht der unterricht groesstenteils aus dem kontrollieren der anwesenheitslisten und dem verteilen und ausfuellen von arbeitsblaettern. in jedem fach.
Am Wochenende war ich dann mit meiner Austauschschuelerin in Poitiers. Ich haette nicht gedacht, dass die Stadt so schoen ist, eine Bilderbuchstadt mit vielen kleinen Laeden und wunderbaren alten Haeusern. bah, ich hasse die franzoesische tastatur ohne umlaute.
Am Sonntag hat meine Gastfamilie ihre alten Sachen auf dem Flohmarkt verkauft, dort gab es dann ein "Kuhspektakel", eine Art Softiestierkampf. es war unglaublich witzig, auch wenn sich zwischenzeitlich mein Tierschuetzergewissen gemeldet hat. Meine Gastschwester, die Kinder einer Freundin ihrer Mutter haben uns dann fuer die Pausenunterhaltung gemeldet, was dann im Endeffekt ein Wettrennen mit drei Mannschaften a drei Leuten auf drei Paaren Skiern bedeutete. Schon das zweite mal, dass ich mich in Frankreich zum Klops machte, aber der Nachmittag hat es irgendwie geschafft, meine schlechte Stimmung zu vertreiben und bis jetzt ist das so geblieben :)
Der Tag heute war eigentlich auch ganz gelungen, der Unterricht ist fuer mich etwas langweilig, aber die Menschen sind superfreundlich und ich habe sogar schon sowas wie Freunde gefunden.
Einmal waere da Juliette. Sie war einen Monat in Las Vagas und spricht deswegen ziemlich gut Englisch, was unsere Kommunikation ziemlich erleichtert. Ich hatte heute fast den ganzen Tag die selben Faecher wie sie und sie hat in Form von Stiften und Zirkel fuer meine Beschaeftigung gesorgt. Ich glaub, man muss sie einfach moegen.
Eve ist eine der deutschen Austauschschuelerinnen an meiner Schule, bis jetzt auch die einzige, die ich kennen. Wir verstehen uns total gut und haben uns heute ueber zwei Stunden unterhalten, anstatt zu den Abivorbereitung zu gehen.
Und dann gibt es noch Lucas. Er ist gebuertiger Englaender und lebt seit fuenf Jahren in Frankreich, weswegen er ganz gut nachvollziehen kann, was ich grade so durchmache.
schon irgendwie bitter, dass die Personen, mit denen ich engeren Kontakt pflege allesamt gut deutsch oder englisch koennen, aber die Franzosen verstehe ich momentan leider noch nicht wirklich. Aber das wird schon noch.
Das wars fuers erste, ich hoffe, ich habe demnaechst mal wieder schreiben und vielleicht auch irgendwann mal mit Bildern dienen.
Liebe Gruesse :*